Neues aus unserer Diakoniestation

…unsere Hospizarbeit wird neu ausgerichtet…

Brennende KErze

© Wikimedia Commons, Nanda93

Bereits seit über 23 Jahren gibt es bei uns eine Hospizgruppe, die schwer kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige in ihrer letzten Zeit begleitet und unterstützt. Im Laufe der Zeit ist die Zahl der Ehrenamtlichen immer weiter geschrumpft. Um die Arbeit zu stärken und auf eine breitere personelle Basis zu stellen, laufen bereits seit einigen Monaten Gespräche zwischen verschiedenen Kommunen und Kirchengemeinden im Bottwartal. Und nun ist es endlich soweit:

Die evangelischen Kirchengemeinden im Oberen Bottwartal, die Katholische Kirchengemeinde St. Pius X., die Ev.-methodistische Kirchengemeinde Beilstein und die Kommunen Großbottwar, Oberstenfeld und Beilstein, sowie der Krankenpflegeförderverein Oberstenfeld haben im Juli eine gemeinsame „Ökumenische Hospizgruppe Oberes Bottwartal“ gegründet unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Großbottwar.

Für die Hospizgruppe werden nun weitere Ehrenamtliche gebraucht, die bereit sind, sich für diese wichtige Arbeit ausbilden zu lassen. Dazu startet im Herbst ein Qualifizierungskurs (siehe nächste Meldung).

Qualifizierungskurs „Sterbebegleitung für Ehrenamtliche“

Möchten Sie sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzen und sterbende Menschen und deren Angehörige begleiten?

In einem 100 Stunden umfassenden Kurs an fünf Wochenenden und 12 Abenden im Zeitraum von September 2020 bis April 2021 geht es unter anderem um den Umgang mit unserer eigenen Endlichkeit, Kraftquellen, Wahrnehmung und Gesprächsführung.

20 Stunden Praktikum dienen der Vertiefung des Gelernten. Der Kurs schließt mit einem Zertifikat und Beauftragungsgottesdienst am 18. April 2021 um 10 Uhr in der Martinskirche.

Sabine Horn von der Ökumenischen Hospizinitiative Ludwigsburg und unser Pfarrer Friedhelm Nachtigal werden diesen Kurs gemeinsam leiten.

Nähere Infos finden Sie auf den Flyern, die in den Gemeindehäusern/Kirchen und auch auf dem Rathaus ausliegen oder die sie von uns gerne erhalten.

Der Kurs ist für die Teilnehmenden vollständig kostenlos.

Wir laden herzlich ein zu einem Informations- und Vorbereitungsabend am Mittwoch, 16. September 2020 um 18 Uhr im Großen Saal des Ev. Gemeindehauses in Großbottwar.

Bitte melden Sie sich dazu vor her per Telefon oder Mail bis zum 14. September 2020 bei Pfr. Nachtigal oder Diakon Hessenauer an. Wir freuen uns auf Sie!

...Pumpen für den guten Zweck...

Sportler beim Push-Up

© C. Jung

Push-Up-Spendenaktion der VfR-B-Jugend

Die B-Jugend Fußballer des VfR Großbottwar wollten trotz Corona-Trainingspause die Zeit sinnvoll nutzen. Unter Anleitung der beiden motivierten Trainer Claus Weller und Christoph Fuchs wurden sie zu einer Challenge aufgefordert. Jeder Spieler sollte 30 Tage lang jeden Tag 50 Liegestütze, sogenannte Push-ups, absolvieren. Pro absolvierter Liegestütze sollte 1 Cent gespendet werden. Über eine Whats-App-Gruppe wurden die Jungs von ihren Trainern angeleitet und spornten sich gegenseitig an. So kamen in 30 Tagen sagenhafte 25 000 Liegestütze zusammen. Anfang Mai konnte ein Scheck in Höhe von 250,- Euro für die Diakoniestation übergeben werden. Die VfR-Jugend bedankte sich damit bei allen Pflegemitarbeitern der Diakoniestation für deren wertvollen Dienst gerade in der Corona-Krise. Es ist schon klasse, dass junge Menschen sich so für andere einsetzen. WIR SAGEN EINFACH NUR DANKE – JUNGS, IHR SEID SPITZE!!!!

 

 

Übergabe der Spende aus der Aktion der VfR-B-Jugend

© C. Jung

Übergabe der Spende aus der Aktion der VfR-B-Jugend

... Arbeiten im Zeichen von Corona

Unsere Mitarbeiterinnen in Schutzausrüstung

© C. Jung

Unsere Mitarbeiterinnen in Schutzausrüstung

Homeoffice, Kurzarbeit – bei uns nicht möglich. Pflegebedürftige Menschen brauchen unsere Unterstützung, unabhängig davon, ob die Welt von einem Virus in Schach gehalten wird oder nicht. Und dennoch prägt das Corona-Virus unseren Arbeitsalltag mehr als uns lieb ist. Vor allem die Beschaffung von ausreichend Desinfektionsmittel und Schutzmaterial für unsere Mitarbeiter hat uns wochenlang viel Zeit, Kraft und Nerven gekostet. Und auch noch jetzt ist immer wieder für Nachschub in ausreichenden Mengen zu sorgen.
Auch für unsere Mitarbeiter war die Umstellung und der zeitliche Aufwand groß: Das Anziehen von Schutzoveralls und Schürzen bei Quarantäne-Patienten, das Arbeiten mit FFP2- und FFP3-Schutzmasken (innerhalb kürzester Zeit fällt das Atmen schwer und man bekommt Kopfschmerzen), permanentes Desinfizieren der Hände und Waschen derselben usw.
Hier eine Momentaufnahme des Pflegeteams mit – trotz allem – guter Laune!

 

 

Übergabe gespendeter Masken durch den Lions-Club

© C. Jung

Übergabe der gespendeten Masken durch den Lions-Club

Bei aller Umstellung und Belastung sind wir immer wieder überrascht und dankbar über die große Hilfsbereitschaft von vielen Mitmenschen. Wir sagen von Herzen DANKE an …

  • den Lions-Club Bottwartal für die Spende von 100 FFP2-Masken (im Wert von 500,- Euro) genau zum richtigen Zeitpunkt, als eine bestellte Lieferung leider allzu lange auf sich warten ließ.

  • unsere Mitarbeiterin Heidi Heimerdinger, die uns in der ersten Zeit mit professionellem, selbst genähtem Mund-Nasen-Schutz versorgte.

  • die Flaschnerei Roland Kranich aus Großbottwar, für die schnelle und unkomplizierte Hilfe und Spende der Nasenbügel für die genähten Masken.

  • den Nähtreff der Evang. Kirchengemeinde, der mit vielen fleißigen und begabten Näherinnen einen Mund-Nasen-Schutz für alle unsere Klienten genäht hat.

  • alle Beter*innen und an alle, die immer wieder nachfragen, wie es uns den so geht – es tut einfach nur gut in dieser Zeit!

  • und natürlich ein ganz großer Dank an das gesamte Team in der Pflege, der Hauswirtschaft und der Nachbarschaftshilfe. Danke für alles Mittragen und Durchhalten. Danke fürs Aushalten unter den erschwerten Bedingungen tagtäglich zu arbeiten.